Pressemitteilung zum Treffen des Ortenauer Klimabündnis in Hausach

Das Ortenauer Klimabündnis lud seine Mitgliedsorganisationen am Dienstag den 12.07. zur Strategiediskussion nach Hausach ein. Dabei blickten deren Vertreter noch einmal gemeinsam auf die vergangenen Aktionen des Klimabündnisses zurück. Das Resümee fiel dabei durchwegs positiv aus, und die Teilnehmer stimmten geschlossen dafür, auch im nächsten Jahr wieder ein Straßenfest sowie eine Fahrraddemo auf der B33 durchzuführen. Dies solle so lange wiederholt werden, bis wesentliche Forderungen des Klimabündnisses (z.B. Halbstundentakt in der Ortenau, 30-€-Monatsticket) erfüllt seien.

Angesichts des beim Straßenfest entstandenen Staus in der Hofstetter Straße, konnte man nicht nachvollziehen, warum die Straßenverkehrsbehörde die Ampeln an der Steinacher Straße + Schleifmattstraße nicht abschalteten. Auch wunderten sich die Beteiligten darüber, warum ausgerechnet in der Hebelstraße doch nicht das abgemachte Parkverbot umgesetzt wurde, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten. Alles in allem erreichte das Klimabündnis laut eigener Aussage, dass in der Raumschaft Kinzigtal die Diskussion um die dringend benötigte Verkehrswende wieder in Gang kam. Da zur Versammlung auch Hausacher Bürger kamen, stand auch schon gleich das nächste Projekt für die Initiative auf der Tagesordnung, um das man sich kümmern wollte.

Der Hausacher Bahnhof soll laut Haushaltsplan der Landesregierung nämlich nun doch nicht ab 2026 barrierefrei ausgebaut werden. Somit erschwere man laut Bündnis für Menschen mit Behinderung, für ältere Menschen und viele mehr, den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr. Angesichts der dringend erforderlichen Verkehrswende sei dies eine Schande für die Landesregierung. Vor allem Hausach als Verkehrsknotenpunkte sollte dringend ausgebaut werden. Aktuell müssten täglich tausende Menschen am Hausacher Bahnhof auf den Schienenersatzverkehr ausweichen. Dabei stünden sie mit Koffern, Kinderwägen, Rollatoren oder Rollstühlen vor massiven
Problemen. Die versammelte Runde beschloss, zusammen mit der Hausacher Bevölkerung eine Unterschriftenliste zu starten. Diese soll dem Minister für Verkehr Winfried Hermann sowie der Staatssekretärin für Kultur und Sport Sandra Boser und der Ministerin für Jusitz und Migration Marion Gentges übergeben werden. Los gehen soll es hierfür am 30.07 mit einem Infostand und einer kleinen Kundgebung auf dem Klosterplatz in Hausach.

Die autofreie Innenstadt muss her: Für die Menschen und das Klima!

In der Diskussion um eine Offenburger autofreie Innenstadt positionieren wir uns natürlich erneut für die autofreie Innenstadt .
 
Wir fordern vom Offenburger City Partner sowie von der BG Stadtmitte einen Beweis, dass der Einzelhandel unter einem ausgebauten öffentlichen Nahverkehr sowie einer autofreien Innenstadt leiden würde. Viel mehr müssen wir doch neue Wege gehen, indem wir Paketstationen einrichten, wo die Konsument*innen ihre Einkaufstaschen ablegen und nach Hause schicken oder aber zu neu einrichtenden Shuttlebusparkplätzen außerhalb der Stadt zu ihren Autos transportieren werden. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe, die vor allem die jüngere Generation trifft, aber auch schon aktuell zunehmend hier vor Ort spürbar ist, dürfen wir nicht mehr rückwärtsgewandt denken. Viel mehr ist jetzt die Zeit, größere alternative Visionen zu formulieren. Ein 30€ Monatsticket für die Ortenau, ein ausgebauter Nahverkehr und Parkplätze außerhalb der großen Kreisstädte  mit im Parkticket inkludierter ÖPNV-Anbindung würden die Attraktivität der Städte viel mehr steigern. Die Alternative mit tagtäglichen Staus und das Suchen nach Parkplätzen ist Lebenszeitverschwendung, auf die oftmals leider viel zu viele Menschen angewiesen sind, da der ÖPNV immer noch nicht attraktiv genug ist. Niemand will den Einzelhandel in Offenburg zerstören – im Gegenteil –, doch es ist keine Lösung deshalb weiter in konservativen Denkmustern fest zu stecken. Die Geschichte zeigt, dass neue Ideen oftmals zum Erfolg führen. Zahlreiche Städte zeigen ebenfalls, dass der Einzelhandel sogar eher wieder angekurbelt wird, sobald die Innenstadt für autofrei erklärt wurde.
Wir, das Ortenauer Klimabündnis fordern ja nicht zum Spaß die Abkehr vom Verbrennungsmotor und damit auch autofreie Innenstädte, sondern weil dies eine der Bedingungen ist, ohne die der Kampf  gegen die Klimakrise nicht zu gewinnen sein wird.
 
Ortenauer Klimabündnis, 14.06.2020

Aufruf zur Blockade der Unionbrücke am Samstag

Das Ortenauer Klimabündnis ruft für Samstag den 23.05.2020 um 14.00 Uhr zur Blockade der Unionbrücke in Offenburg auf. Angesichts des gemeinsamen Antrags im Gemeinderat von FDP, CDU und Freie Wähler, der nach Meinung des Bündnisses die Verkehrswende in Offenburg torpediere, ist es nötig, ein Zeichen zu setzen. Da die Parteien anscheinend die Krise nutzen, um die Wünsche der Bevölkerung zu umgehen, müssen wir ihnen wieder zeigen, dass man die Wende auch ohne sie verwirklichen kann. Die Unionbrücke wird in der Zeit nur für Busse, Rad– und Fußverkehr benutzbar sein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Blockade mit Mund-Nasen-Schutz und gebührendem CoronaAbstand von 1,5 m teilzunehmen. Wir erneuern auch noch einmal unsere Forderungen nach Park&RidePlätzen außerhalb der Stadt Offenburg und wünschen uns Shuttlebusse in die autofreie Innenstadt. Für die Verkehrswende, die ein wichtiger Teil des Kampfes gegen die Klimakrise ist, ist es deshalb wichtig, den neuen Busbahnhof, wie im Planfall 4 der Stadt dargestellt, in nördlicher Richtung neu zu bauen. Deshalb können wir auf die Unionbrücke als Transferstraße für den Individualverkehr verzichten.
 
Ortenauer Klimabündnis, 21.05.2020
E-Mail: klimabuendnis@dismail.de
Blog: klimabuendnis.noblogs.org

Pressemitteilung zur Wiederherstellung einigermaßen akzeptabler ÖPNV-Anbindungen im Renchtal

Wir  freuen uns über den gemeinsamen erfolgreichen Protest von zahlreichen Menschen für eine Wiederherstellung einigermaßen akzeptabler ÖPNV-Anbindungen im Renchtal. Wir wollen hier aber nun nicht stehen bleiben und fordern die Kommunen sowie den Kreis dazu auf, sich bei der NVBW für eine bessere Taktung im Rench- und Harmersbachtal einzusetzen. Auch der teilweise schon jetzt vorhandene Halbstundentakt im Kinzigtal, soll weiter ausgebaut werden. Umgesetzt werden kann dies mit eigenen SWEG-Linien für die Talstrecken Kinzigtal, Renchtal und Wolftal. Für fragwürdig halten wir, dass der Umstieg auf den neuen Fahrplan erst im Dezember verwirklicht werden soll. Denn bis dahin wird das Vertrauen in den öffentlichen Nahverkehr weiter verspielt. Dieses Vertrauen kann man mit den vorgeschlagenen Taktungsverbesserungen sowie einem 30€ Monatsticket wiederherstellen. Zusätzlich soll die Bevölkerung bei zukünftigen Fahrplanänderungen konsultiert werden, bevor wir fertige Fahrpläne serviert bekommen.