Aktion für sichere Fahrradwege in Offenburg am 02.11.2019

Das Ortenauer Klimabündnis ruft für Samstag, 02.11.2019, um 12 Uhr in Offenburg zur Aktion Sichere Fahrradwege auf. Dabei sollen in der Rammersweierstraße beim Linken Zentrum R12 sowie in der Ortenbergerstraße beim EDEKA die Radschutzstreifen mit Kuscheltieren gesäumt werden.

Ziel dieser Aktion ist es, die Forderung nach sicheren Fahrradwegen in die Öffentlichkeit zu tragen, Autofahrer*innen für Fahrradfahrer*innen zu sensibilisieren und mit den Passant*innen ins Gespräch zu kommen. Eine unserer zentralen Forderungen wie Fahrradwege sicher gestaltet werden können, ist ein Einbahnstraßensystem mit gesicherten Fahrradwegen (protected bike lanes), wie es viele Städte bereits haben. Wir können von den Menschen nur erwarten, auf das Fahrrad als Verkehrsmittel umzusteigen, wenn auch die Verhältnisse dafür geschaffen werden. In einer Autostadt wie Offenburg ist dies derzeit aber nicht der Fall und somit vor allem für Kinder und Jugendliche extrem gefährlich. Wir fordern die Politik auf, endlich aus ihrem Sommerschlaf zu erwachen und die Verkehrswende in Offenburg und der Ortenau zu vollziehen.

Bei starkem Regen, wird die Aktion in die lange Straße verlegt, um dort die Autofahrer für die Schrittgeschwindigkeit zu sensibilisieren.

Besetzung des Gerichtsparkplatzes in Offenburg

Am 19.11 besetzten mehrere Aktivisten und Aktivistinnen des neuen Klimabündnis Ortenau den Gerichtsparkplatz in Offenburg.

Ziel dieser Aktion war es zu zeigen, dass den Autos viel zu viel Platz in der Stadt eingeräumt wird. Platz, der sinnvoll genutzt werden könnte, zum Beispiel für Grünanlagen oder Spielplätze. Die meisten Autofahrer und Autofahrerinnen reagierten mit Verständnis auf die Aktion, beklagten jedoch berechtigterweise die mangelnden Alternativen. Deshalb fordert das Klimabündnis Ortenau auch, Geld nicht in ein neues Parkleitsystem zu investieren, sondern in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Um die Innenstädte autofrei zu bekommen, müsste man Parkplätze außerhalb der Städte schaffen und die Menschen dann mithilfe von Shuttlebussen oder Straßenbahnen in die Städte bringen. Als ersten Schritt fordern die Initiatoren und Initiatorinnen von Kreistag und Gemeinderäten, dass ein 30 € Monatsticket eingeführt und der Nahverkehr ausgebaut werden muss.